Mode

ModeMode gehört zum modernen Leben dazu und lädt sicher auch Dich in jeder Saison zum Shopping-Bummel und zur Neueinkleidung ein. Immer häufiger wird in Deutschland Mode über das Internet bestellt, alle namhaften Handelsketten und Marken verfügen über eigene Onlineshops. Durch das Einkaufserlebnis im Internet wird das Kaufen immer einfacher, alte Kleidungsstücke werden hiernach schnell aussortiert und weggeworfen. Selbst beim Shoppingbummel vor Ort, z. B. in den großen Einkaufszentren des Landes, wird das Einkaufen von Mode zum Event. Ein bewusster Umgang mit alten und neuen Kleidungsstücken ist wichtig, um die andere Seite der Modewelt nicht zu vernachlässigen.

Mode nicht als Wegwerf-Produkt ansehen

Grundsätzlich ist das Interesse an neuer Mode kein Problem. Ständig neuen Produkte im Überfluss zu kaufen schon. Besonders wenn man in Läden wie H&M, oder ModePrimark einkauft. Jedes Kleidungsstück umfasst hier eine Kette von Ressourcenverbrauch, Gift, welches bei der Produktion in Ländern wie Indien oder Kambodscha in die Umwelt gelassen wird und Arbeitskräften, die unter unmenschlichen Löhnen und Bedingungen arbeiten müssen. Hier gilt: Jedes nicht gekaufte Produkt ist besser, als ein gekauftes, da solche Arbeitsbedingungen nicht mehr unterstützt werden dürfen. Mit dem Kauf von fair produzierter und umweltfreundlicher Mode unterstützt man nachhaltige Arbeitsbedingungen und setzt ein Zeichen, dass man die Ausbeutung der Arbeiter und Umwelt nicht mehr duldet.

Von Werbung und den niedrigen Preisen wird uns suggeriert, dass Mode ein Wegwerfprodukt sei, einmal verwenden, dann weg damit und ein neues muss gekauft werden, schließlich will man ja im Trend liegen. Doch eigentlich würden wir auch mit viel weniger zurecht kommen!

Ein genauer Blick auf die jeweiligen Läden, in denen man kauft lohnt sich: Online lässt sich schnell erfahren, wie die Produktionsbedingungen der einzelnen Hersteller sind. Schließlich wirst Du alleine aus modischen Gründen keine Kinderarbeit unterstützen wollen oder chemisch behandelte Fasern an Deinem Körper dulden.

Kleiderspenden – beruhigtes Gewissen?

ModeBevor Kleidung im Mülleimer landet, sollte sie wenigstens einem sozialen Zweck zugeführt werden. Mit Sicherheit gibt es Menschen, die sich über tragbare Kleidung aller Art freuen, selbst wenn diese nicht dem aktuellen Zeitgeist entspricht. Und da Container für solche Wäsche an fast jedem Supermarkt stehen, ist diese Aufwertung der Kleidung nicht einmal mit Mühen verbunden.

Ein Großteil der gespendet Kleidung geht allerdings an die Produktionsländern zurück, wo sie aufgrund ihrer Massen schon lange nicht mehr gebraucht werden können und stattdessen als Berge aufgehäuft daliegen und giftige Stoffe an die Umwelt abgeben. Sich komplett damit zu trösten, alte Kleidung zu spenden, funktioniert also nicht mehr.

Sinnvolle Alternativen zum Wegschmeißen von Modeartikeln

Wenn Du tolle Mode in deinem Kleiderschrank findest, die zum Aussortieren viel zu schade ist, hast Du einige Möglichkeiten. In jeder größeren Stadt finden regelmäßig Bazare für getragene Kleidung statt. Bei einem solchen Second-Hand-Verkauf lernst Du andere Modefreunde kennen und findest vielleicht andere gebrauchte Kleidungsstücke, die Deinen Vorstellungen entsprechen. Außerdem kannst Du viele Stoffe zweckentfremden, beispielsweise um sie in andere Kleidungsstücke oder Decken zu verwandeln. Nähen als Hobby ist wieder angesagt und lebt von der Vielfalt an Stoffen und Materialien. Persönliche Mode entdeckst Du so in immer neuen Facetten, die umweltfreundlich ist und gegen die Wegwerf-Mentalität angeht.