Kosmetik

kosmetikUm den Branchenumsatz von Kosmetik-Produkten zu erhöhen, soll vor allem der Vertrieb via Internet intensiviert werden. Derzeit kaufen erst rund sechs Prozent aller Frauen ihrer Pflege- und Kosmetikprodukte online, vorwiegend Hautpflege, gefolgt von Parfum und Make up. Darüber hinaus wird von den Herstellern im digitalen Bereich investiert, zum Beispiel in Schmink-Apps, wo man am Handy sofort sehen kann, welche Farben einem besonders gut stehen.
Aber auch die Männerkosmetik ist im Aufschwung – derzeit nutzt jeder zweite Mann mindestens einmal pro Woche eine Gesichtscreme, immerhin rund ein Zehntel aller Befragten möchten auf Augencreme und Peeling nicht mehr verzichten.

Hormone, Allergene und Tierversuche – Finger weg!

Allergieauslösende Duftstoff, hormonell wirksame Substanzen, Erdöl – herkömmliche Kosmetika können Stoffe enthalten, mit denen unsere Haut besser nicht in Berührung kommen sollte.

Parabene: hormonelle Konservierungsstoffe, die sich im Körper anlagern und mit Krankheiten wie Diabetes und hormonbedingten Krebsarten in Verbindung gebracht werden.

Duftstoffe (deklariert meist als “Parfum” oder “Fragrance”): lösen Allergien aus und können leberschädigend und krebserregend wirken. Am bedenklichsten sind vor allem nitro- und polyzyklische Moschusverbindungen

Tenside/Emulgatoren: machen die Haut durchlässig für diverse Schadstoffe und wirken allergieauslösend.

Palmöl: Erkennbar ist dieser Inhaltsstoff an den Wortbestandteilen “palm” und “palmitate”, aber auch die Begriffe Emulsifiers E471, Cetearyl Alcohol, Stearic Acid und Glyceryl Stearate lassen auf Palmöl im Produkt schließen

Erdöl/Paraffine und Aluminium: dichten die Haut quasi ab, sodass sie nicht mehr atmen kann und austrocknet, wirken unter Umständen krebserregend.

Bleichmittel/Farbstoffe: häufig Ammonium-Derivate, die als potenziell krebserregend gelten, sind häufig an den Endungen -anilid, -anilin oder -amin erkennbar.

 PVC-Weichmacher/Phthalate: Hormoncocktail, meist zu erkennen an der Endung -phthalat, wirken ähnlich gesundheitsgefährdend wie Parabene.

Ein ganz besonderes Problem stellen die Tierversuche dar, die im Verlauf der Herstellung von Pflege- und Kosmetikprodukten immer noch stattfinden. Es existieren im Internet reihenweise Negativlisten mit all jenen Unternehmen, die für den Verkauf ihrer Produkte Kaninchen, Mäuse oder Meerschweinchen quälen. Alternativ kann man sich eine solche Liste von zum Beispiel der Tierschutzorganisation PETA zuschicken lassen.

Bio- und Naturkosmetik – echte Alternativen?

Wer gesundheitsschädliche Substanzen bei der täglichen Pflege und beim Schminken vermeiden möchte, der sollte zertifizierte Naturkosmetik kaufen. Diese ist kosmetikbereits für wenig Geld im Fachhandel, aber auch fast in allen Drogerien und Supermärkten, zu haben und enthält biologische und rein natürliche Inhaltsstoffe.
Aber Achtung, nicht alle Marken bieten ausschließlich Artikel mit umweltfreundlichen Rohstoffen an, so enthält häufig auch Naturkosmetik billiges Palmöl, das vor allem in Südostasien für verheerende Regenwaldrodungen sorgt. Wenn schon, dann bitte unbedingt auf die Verwendung von Bio-Palmöl achten!
Leider ist auch Alkohol fast immer in irgendeiner Form Bestandteil diverser Kosmetika (auch von Bio- und Naturprodukten). Problematisch sind dabei vor allem sogenannte DEA (Diethanolamine), die als Feuchthaltemittel und Weichmacher dienen und unter Umständen krebserregend sind.
Möchte man sichergehen, fragt man genau nach, direkt beim Hersteller oder im Geschäft, und kauft vor allem hochwertige (und etwas teurere) Naturkosmetik von etablierten Premium-Herstellern wie zum Beispiel Lavera, Dr. Hauschka, Senta oder Weleda.
Tierversuche sind bei Bio- und Naturkosmetikprodukten üblicherweise auszuschließen.