Faire Mode

Faire ModeSpätestens nach der Dokumentation “The True Cost” ist klar: Unsere Kleidung hat ihren Preis. Wer in Billig-Läden wie H&M oder Primark einkauft, zahlt um einiges mehr als die fünf Euro pro T-Shirt, einen moralischen Preis. Produzieren lassen solche Läden ausschließlich in Entwicklungsländern, da es nirgends so billig geht wie hier. Ob in  Indien oder Kambodscha, fehlende Menschenrechte und das Fehlen eines Gesetzes, welches existenzsichernde Löhne vorschreibt, machen es möglich, die Arbeiter unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten zu lassen.

Der wahre Preis

Näherinnen in Indien nähen unter Arbeitsbedingungen unsere Kleidung, die wir uns nicht vorstellen können. 2013 wurde bei dem Einsturz der indischen Textilfabrik Rana Plaza über 1000 Menschen getötet, die meisten waren Näherinnen. Obwohl die Arbeiterinnen Risse im Gebäude meldeten, wurden sie dennoch von ihren Arbeitgebern gezwungen, weiter zu arbeiten.

Wie kann das sein?

Die Textilindustrie verfährt skrupellos, Unternehmen wie H&M und Primark versuchen sich immer gegenseitig zu unterbieten. Zu Schaden kommen hierbei die Arbeiter_Innen. Arbeitgebende haben die Wahl, ein T-Shirt für einen gewissen Preis zu produzieren, tun sie das nicht, wenden sich die Unternehmen an andere Fabriken. Wer den Auftrag will, muss unter unmenschlichen Löhnen produzieren lassen. Auch die Umwelt kommt hierbei zu schaden: Gifte werden massenhaft eingesetzt um Kleidung herzustellen und zu färben, am Ende geraten sie unkontrolliert in die Umwelt und verpesten z.B. Flüsse.

Alternativen?

Wer das nicht mehr unterstützen möchte, kann bei alternativen Läden einkaufen. Bio-Baumwolle wird nicht unter dem Einsatz hochgiftiger Chemie erstellt, dieFaire Mode Umwelt wird durch alternative ökologische Rohstoffe geschont und fairere Handeln versucht existenzsichernde Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeiter zu versichern.Auch wenn vieles noch ausbaufähig ist, sind Siegel wie “Global Organic Textile Standards” (GOTS) oder “Fairtrade” bessere alternativen und definitiv Schritte in eine nachhaltigere und faire Produktion.

Läden

Beispiele für faire Mode-Labels:

“Lanius” besitzt GOTS, Fairtrade  und IVN zertifizierte Bio-Kleidung. Die Kleidung wird aus Biobaumwolle, Hanf und Leinen hergestellt. Produziert wird in Europa. Lanius hält so soziale und ökologische Standards ein, welche GOTS vorgibt.

“Armed Angels” besitzt GOTS und Fairtrade zertifizierte Kleidung aus biologischem oder recyceltem Material. Produziert wird zu fairen Bedingungen in Indien, Marokko, Portugal und der Türkei. Armed Angels sind Mitgliedern der “Fair Wear Foundation” die sich für Arbeiterrechte einsetzen.

Für Schuhe:

“Ethletic” baut auf FSC-zertifizierten Plantagen Biobaumwolle und Naturkautschuk an. Die Produkte sind vegan und Fairtrade zertifiziert. Zusätzlich zahlt Ethletic 0,50 €  pro Kautschukernte an die Arbeiter.

“Vegetarian Shoes” werde ausschließlich in Europa hergestellt, und sichern so faire Arbeitsbedingungen und Löhne. 75% des Schuhs sind biologisch abbaubar, alle Schuhe sind vegan.