Bio | Fairtrade

FairtradeEine bewusste Ernährungsweise ist von zentraler Bedeutung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Als besonders empfehlenswert gelten dabei Bio-Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft. Aber ist Bio wirklich immer besser und welche Prüfsiegel garantieren eine gute Qualität?

Grundsätzliche Informationen zum Thema Bio-Lebensmittel

Bio-Lebensmittel werden ohne den Einsatz von chemischem Dünger und unter strengen Auflagen produziert. Trotzdem ist Bio nicht immer gleichbedeutend mit einer besseren Qualität: Eine Studie von Stiftung Warentest belegt zum Beispiel, dass auch die teuren Bio-Produkte mit Keimen belastet sein können. Wer denkt Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft wären immer komplett schadstofffrei, sieht sich somit getäuscht. In diesem Zusammenhang gilt es allerdings darauf hinzuweisen, dass im Test primär Bio-Produkte von Discountern negativ auffielen. Die ökologische Verantwortung der Bauern und der geringe Gehalt an Pestiziden zählen hingegen zu den großen Vorzügen der Bio-Lebensmittel. Speziell die artgerechte Tierhaltung und der nachhaltige Ackerbau sind zwei bedeutsame Argumente, die für den Konsum der zugehörigen Produkte sprechen.

Die wichtigsten Hinweise zu den unterschiedlichen Bio-Prüfsiegeln

Die verschiedenen Prüfsiegel dienen als sinnvolle Orientierung beim Einkauf von Bio-Lebensmitteln. Das bekannteste Siegel ist dabei zweifelsfrei das grüne, sechseckige Logo, das auf der Öko-Verordnung der EU basiert. Dieses Prüfsiegel steht jedoch nur für unterste Mindestanforderungen und garantiert den Verbrauchern keine gehobene Qualität. Demzufolge muss ein Hof nicht einmal vollständig auf Bio-Produktion umstellen, um seine Lebensmittel mit dem EU-Siegel kennzeichnen zu dürfen. Wer Bio-Lebensmittel der höchsten Qualitätsklasse kaufen möchte, sollte deshalb unbedingt auf spezielle Zusatzsiegel achten: Dazu gehören zum Beispiel die Kennzeichnungen von Bioland und Naturland. Bioland hat freiwillig strengere Prüfkriterien festgelegt, sodass die Tiere beispielsweise wesentlich mehr Auslauf haben müssen. Auch in Bezug auf die Zusatzstoffe sind Unterschiede zu finden: So sind bei Bioland lediglich 22 Zusatzstoffe erlaubt, während die Produkte mit EU-Siegel bis zu 45 Zusatzstoffe enthalten können.

Was Fairtrade-Produkte auszeichnet und abschließende Bemerkungen zu Bio-LebensmittelnFairtrade

Auch das Fairtrade-Siegel gibt Verbrauchern mehr Sicherheit beim Einkauf von Bio-Lebensmitteln: Produkte mit dieser Kennzeichnung unterliegen strengen sozialen und ökologischen Kontrollen. Zu den Fairtrade-Standards zählt unter anderem das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und die Förderung gewerkschaftlicher Organisationen. Darüber hinaus ist der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und Pestiziden komplett verboten. Insgesamt gesehen bieten die unterschiedlichen Siegel somit einen guten Überblick über die Qualität der Bio-Produkte. Weil die meisten Produkte beim Discounter nur mit dem EU-Siegel gekennzeichnet sind, lohnt sich der Gang in spezielle Bio-Supermärkte.