Ökologisches Bier?

Glyphosphat in Bier

BierAls weltweit am meisten eingesetzter Pestizidwirkstoff werden 5400 Tonnen Glyphosphat der Firma Monsanto in Deutschland jährlich versprüht. Besonders beim Getreideanbau kommt Glyphosphat zum Einsatz.Und so findet es auch seinen Weg in unsere Biere. Nach dem deutschen Reinheitsgeboten dürfen nur Wasser, Hopfen und Getreidemalz in die Bierflasche. Doch welchen Dünge- und Pflanzenschutzmittel die Bestandteile zuvor ausgesetzt sein dürfen steht nirgends geschrieben.

Das Münchener-Umweltschutzinstitut hat die 14 in Deutschland am häufigst verkauften Biermarken, darunter Bitburger, Becks, Veltins, Paulaner, Radeberger, Jever, Warsteiner etc., untersucht und feststellen müssen: Jedes von ihnen Enthält Glyphosphat. Das muss eigentlich nicht sein, da sich Hopfen, Weizen und Gerste auch ohne den Einsatz von Glyphosphat anbauen lassen.

Glyphosphat gilt als erbgutschädigend, krebserregend und begünstigt Unfruchtbarkeit durch seinen Eingriff in das hormonelle System des Menschen.

Besonder schlecht schnitten bei der Untersuchung des Münchener-Umweltschutzinstituts Radeberger Pilsner  mit 12,01 Mikrogramm pro Liter, Warsteiner Pils mit 20, 73 Mikrogramm pro Liter und am schlimmsten: Jever Pils  mit 23,04 Mikrogramm pro Liter und Hassröder Pils mit sogar 29,74 Mikrogramm pro Liter ab. Zum Vergleich: Der Glyphosphatgehalt von Hassröder Pils ist fast das 300 Fache von dem, was der gesetzliche Wert an Glyphosphat in Trinkwasser erlaubt.

Besser schnitten Augustiner Helles und Franziskaner Weißbier mit 0,49 Mikrogramm pro Liter und Becks Pils mit 0,50 Mikrogramm pro Liter ab.

Ökologisches Bier?

Rank a Brand Deutschland erstellt aufgrund von groben Rastern der Nachhaltigkeitsberichten von Firmen ein Ranking der Biermarken auf: Auf Platz 1 befindet sichBier das Neumarkter Lammsbräu, was einen nicht verwundert da dieses ein Bio-Bier ist. Platz 2 und 3 belegen Heineken und Becks mit der Kategorisierung C. Die letzten Plätze belegen Veltins, Oettinger und Radeberger mit einem E.

Begründungen hierfür sind zum Beispiel, dass Becks Zeile zur Verminderung des Verpackunsgmülls und seinen Wasserfußabdruck veröffentlichen. Auch hat die Firma den Energieeffizienzlevel unter 10 kg CO2 pro Hektoliter Bier erreicht. Allerdings gibt Becks keine INformationen über seine mögliche Verwendung von ökologisch zertifzierten Rohstoffen  oder die Herkunft der Inhaltsstoffe heraus.

Radeberger schneidet nur mit der Bewertung E ab, da es keine Transparenten Informationen über die Umweltfreundlichkeit seiner Produkte herausgibt. Die Firma kommuniziert weder eine Klimabilanz über die mögliche  Reduzierung seiner Treibhaugasemission noch Informationen über seinen Wasserfußabdruck oder die Planung der Reduzierung von Verpackungsmüll.

Bio-Bier Marken

Rank A Brands Liebling steht auch bei uns auf Platz 1 der Bio-Biere:

1# Neumarkter Lammsbräu:

  • Rohstoffe aus regionalem Anbau
  • stellt Malz selbst her
  • verkauft Pils, Weizen, dunkles Weizen oder auch glutenfreies Bier

2# Riedenburger:

  • ausschließlich Rohstoffe aus biologischem Anbau
  • erste Brauerei in Bayern, die zu 100 % auf ökologisches Bier umgestellt hat
  • alte Getreidesorten wie: Einkorn, Emmer zum Brauen
  • verkauft auch exotisches wie: Indian Pale-Ale oder 5-Korn Urbier

3# Pinkus Müller:

  • erstes deutsches Bio-Bier
  • 10 Biersorten
  • weltweit erstes Bier mit Demeter-Markennamen