Ernährung

Deutschland ist, was es isst – ein Blick auf die Ernährungsgewohnheiten

ErnährungDas Ernährungsverhalten der Deutschen wird in regelmäßigen Abständen durch Studien der Krankenkassen oder des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft untersucht. Dabei ergeben sich interessante Ergebnisse. Besonders groß ist die Kluft zwischen “eigentlich gern wollen” und dem Ist-Zustand.

Essen muss in erster Linie schmecken

Hauptsache es schmeckt, das ist die Devise der deutschen Genießer. Dabei ist es für viele unerheblich, ob das Essen selbst gekocht ist, vom Lieferdienst oder aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt kommt. Denn obwohl laut Studien Deutschland mit 77 Prozent gerne kocht, greift nur eine Minderheit von 41 Prozent täglich zum Kochlöffel. Fast ein Viertel aller Deutschen kocht maximal einmal in der Woche selbst, während 12 Prozent ausschließlich auf Essen außerhalb des eigenen Heims zurückgreift.

Verzicht auf Fleisch fällt schwer

Dass den Menschen der Verzicht auf Fleisch schwerfällt, belegen die Zahlen. Auch wenn viele von sich behaupten, so gut wie kein Fleisch zu konsumieren, wirft die Befragung ein gänzlich anderes Licht auf das Thema. Denn immerhin stehen Fleischprodukte bei vier von fünf Deutschen mehrmals in der Woche auf dem Tisch. Um auch weiterhin der Lust am Fleisch mit ruhigem Gewissen zu frönen, wäre jeder Zweite dazu bereit, einen wesentlich höheren Kilopreis zu bezahlen, wenn dafür die tiergerechte Haltung gewährleistet ist. Nur sieben Prozent der deutschen Gourmets verzichten komplett auf Fleisch und leben vegetarisch oder vegan. Trotzdem sieht die allgemeine Ernährungsbilanz nicht ganz so negativ aus. Immerhin verzehrt der Großteil täglich Obst und Gemüse, wobei die Frauen hier ganz klar mehr davon genießen als die Männer.

Salat beliebter als Schnitzel – aber nicht als Nudeln und Pizza
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Alles, was mit Nudeln zu tun hat, besitzt einen äußerst hohen Stellenwert auf der Beliebtheitsskala. Wobei diese nur selten ohne Fleisch oder Fleischprodukte serviert werden. Ob dies wirklich am Geschmack liegt, oder an der doch sehr einfachen Zubereitung von Nudelgerichten, konnte nicht eruiert werden. Deutlich abgeschlagen von Pasta & Co präsentieren sich Gerichte aus Kartoffeln und Gemüse, die sich den zweiten Platz mit Fischgerichten teilen. Das angeblich so beliebte Schnitzel steht an letzter Stelle hinter Salat und Pizza, die vor allem aus dem Tiefkühlregal oder vom Lieferdienst stammt. Immerhin greifen mehr als 60 Prozent der Befragten regelmäßig zu Fertiggerichten. Abgerundet werden die einzelnen Mahlzeiten mit salzigem Knabberspaß oder Süßem. Dies gilt vor allem für alle zwischen 30 und 50, die sich zwischendurch und am Abend damit verwöhnen.